Katja Kleffmann (Lufthansa AG), Annette Kroeber-Riel (Google Senior Director Public Police And Government Relations), Kristina Tröger (Ceu-Präsidentin), Janna-Lena Baierle (Hiscox)

Für den größten Lacher des Abends sorgte Annette Kroeber-Riel, die Chefin der Berliner Google-Niederlassung, gleich zu Beginn ihres Vortrags, den sie auf Einladung von Kristina Tröger, Präsidentin des Club europäischer Unternehmerinnen e. V. (CeU), im Hotel Vier Jahreszeiten hielt.

Bei einem Blick auf die über 140 Unternehmerinnen und Gäste des Clubs, die zu dem Vortrag gekommen waren, meinte sie: „Ich danke Ihnen schon jetzt für diesen Abend, denn ich arbeite seit 13 Jahren in Berlin, d.h. ich habe noch nie vor einem so schönen und so gut angezogenen Publikum gesprochen!“ Kroeber-Riel, die als Senior Director auch verantwortlich für die politische Interessenvertretung und Strategie von Google in Zentraleuropa ist, sprach zum Thema „Google in Deutschland: Ein Partner für die Digitalisierung“. Dabei stellte sie drei Programme vor, die deutsche Unternehmen auf dem Weg in die digitale Zukunft unterstützen sollen: Zum einen bietet Google allen Unternehmen kostenlose Trainings ihrer Mitarbeiter zu spezifischen digitalen Themen wie Online-Marketing an. Zum zweiten bietet „Google for Startups“ Unterstützung für junge Unternehmen und Gründer z.B. in den Bereichen Produktentwicklung, Trainings, Consulting und Community an. Und drittens fördert Google mit speziellen Programmen weibliche Gründerinnen und Führungskräfte, um den Frauenanteil unter den Gründerinnen in Deutschland zu erhöhen, der nur bei etwa 15% aller Gründungen liegt. Im Hinblick auf Googles Dienstleistungen sind für große aber auch mittelständische Unternehmen vor allem die cloudbasierten Lösungen von Interesse, mit denen Googles Analysetools und vieles mehr genutzt werden können ohne selbst großen IT-Aufwand betreiben zu müssen.

In der sich anschließenden Diskussion mit dem Publikum äußerte sich Kroeber-Riel im Hinblick auf die öffentliche Diskussion um die Tech-Riesen wie Google aber auch Amazon, Facebook u.s.w. verständnisvoll und räumte ein, dass seitens der Unternehmen auch viele Fehler gemacht worden seien. So hätte Google z.B. niemals ohne transparente Kommunikation im Vorfeld derart großräumig Streetview-Aufnahmen von deutschen Städten machen dürfen. Dass das für große Kritik sorgen würde, hätte ihrem Unternehmen klar sein müssen. Im Hinblick auf das Thema Datenschutz betonte Kroeber-Riel jedoch, dass Google extra alle weltweiten Datenschutzprodukte für die gesamte Google-Organisation in Deutschland entwickeln lässt, weil man es hier mit einem besonders datenschutzaffinen Umfeld zu tun habe. Somit habe man sich selbst den größtmöglichen Standard gesetzt, indem man deutsche, datenschutzsensible Entwickler an dem Thema arbeiten lässt. Auf die Deutschland bevorstehenden Herausforderungen aus der digitalen Revolution hin angesprochen, kritisierte Annette Kroeber-Riel die deutsche Politik deutlich: Die Themen digitale Bildung der Bevölkerung und Breitbandausbau werden ihres Erachtens entscheidend sein für die weitere Entwicklung Deutschlands in einer digitalisierten Welt, und beides habe die deutsche Politik „vollkommen verschlafen“. Wenn Deutschland da nicht sehr schnell und forciert nachlegen würde, würde das Land immer mehr ins Hintertreffen gelangen. International spiele das Land bereits heute bei wichtigen Technologiekongressen zu Zukunftsthemen wie z.B. künstlicher Intelligenz bereits heute überhaupt gar keine Rolle mehr.

Wie beim CeU üblich, wurde der Abend in der wunderschönen Atmosphäre des Hotel Vier Jahreszeiten flankiert von angeregten Gesprächen bei hervorragendem Essen und Wein.

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