Alexandra von Rehlingen SvR PR, Prof. Dr. Klemens Skibicki Profski GmbH, Kristina Tröger CeU-Präsidentin

Die digitale Revolution stand im Mittelpunkt der Vortragsveranstaltung im Hotel Vier Jahreszeiten zu der Kristina Tröger, Präsidentin und Initiatorin des Club europäischer Unternehmerinnen e. V. (CeU) die Damen ihres Clubs lud.

Prof. Klemens Skibicki von der Profski GmbH, Wirtschaftshistoriker und Experte für den digitalen Strukturwandel, hielt einen Vortrag zum Thema „Irgendwas mit Digitalisierung reicht weder für den Standort Deutschland noch für einzelne Unternehmen – Corona als letzter Weckruf der digitalen Transformation?!“.

Die 50 geladenen CeU-Ladies erlebten einen mitreißenden Vortrag von einem glänzend aufgelegten Klemens Profski, der den Damen sehr anschaulich darlegte, wieso es so vielen Entscheidern in Wirtschaft und Gesellschaft so schwerfällt, sich auf die digitale Revolution einzulassen. Dieselbe Argumentation, die bei vielen digitalen Neuerscheinungen wie der Gründung von Facebook in 2004 oder der Markteinführung des Smartphones in 2007 zu hören war – „blöd“, „überflüssig“ etc. – hat Profski bei seinen historischen Recherchen zum Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft wiedergefunden. Laut Profski fiel es den Menschen immer schwer, sich auf das Potenzial des Neuen einzulassen bzw. es überhaupt zu erkennen. „Der Wandel in den Köpfen ist am schwierigsten“, da „ein Gehirn immer versucht, die Informationen zu finden, die zum Erlernten passen“, wissenschaftlich: „confirmation bias“. Fälschlicherweise drehe sich laut Profski die Diskussion zum Thema Digitalisierung auch zu oft um Technologien. In erster Linie gehe es bei der „digitalen Transformation um ökonomische Fragen“, wie „was sind die neuen Rollen, die sich für Unternehmen ergeben bzw. möglich sind“. Der neue Werttreiber des digitalen Zeitalters seien die „Daten“, und hier hätten wir Deutschen mit unserer „Sorge vor Mißbrauch“ erhebliche Wettbewerbsnachteile, die durch die DSGVO immens verstärkt worden seien. Wenn neue Technologien derart schnell angenommen werden wie in den letzten Jahren (Smartphones, ecommerce, etc.), dann „ist es das, was die Menschen immer schon gemacht hätten, wenn sie gekonnt hätten“. Und es mache keinen Sinn, sich mit seinem Unternehmen dagegenzustellen, sondern man müsse die eigenen Geschäftsmodelle daraufhin hinterfragen. Wesentlich sei auch die Erkenntnis, dass die durch die digitalen Medien ermöglichte Nähe zum Markt eine bisher unbekannte Echtzeitmarktforschung biete, die man nutzen müsse, um im Wettbewerb bestehen zu können. Prof. Klemens Profski nennt dies „Management by DJ“ als neues, erstrebenswertes Managementmodell.

Wie immer konnten die anwesenden Ladies nach den sehr informativen Ausführungen viele Fragen stellen, so dass sich bei gewohnt hervorragendem Ambiente noch eine angeregte Diskussion entwickelte. Eine weitere gelungene Veranstaltung des CeU in Hamburg, die trotz strikter Einhaltung der Corona-Regeln wie immer Lust auf viele weitere gemeinsame Veranstaltungen machte!

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