Alexandra von Rehlingen SvR PR, Christian Lindner FDP, Kristina Tröger CeU-Präsidentin, Kirsten Roschlaub Galerie Roschlaub

Auf Einladung von Präsidentin und Initiatorin des Club europäischer Unternehmerinnen e.V. (CeU), Kristina Tröger, kam Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP, ins Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten zu einem CeU-„Lunch Talk“ zum Thema “Eine neue Generation Politik in Europa?“.

Christian Lindner stellte den geladenen 100 Unternehmerinnen und Gästen seine Ansichten zu den politischen Herausforderungen, vor denen Deutschland stehe, vor und beschrieb, wie eine neue Art Politik zu machen, aussehen müsse. So kritisierte er, dass wir uns in Deutschland in der öffentlichen Diskussion oftmals viel zu sehr mit den immer selben Themen wie seit 15 Jahren dem Mindestlohn beschäftigen würden, „statt die echten Herausforderungen zu sehen“. Und diese liegen nach Lindners Überzeugung in den Bereichen Europapolitik, Handelspolitik, Energie- und Klimapolitik, dem transatlantischen Verhältnis sowie im Umgang mit Chinas neuen weltpolitischen Ambitionen, in der Digitalisierung, der Grenzpolitik und der Verteidigungspolitik.

„Wenn wir in Zeiten radikalen Wandels leben, müssen wir radikale Antworten geben: Und radikal heißt hier an die Wurzel des Problems zu gehen.“ Nach seiner Meinung muss es in allen Bereichen, in denen es zu einem echten Mehrwert und mehr Stabilität führt, ein europäisches Vorgehen geben. Aber mehr Stabilität gäbe es nicht, „wenn wir nicht auf die Einhaltung der europäischen Verträge pochen würden, beispielsweise im Hinblick auf die Vermeidung einer Transferunion“. Hier zog Lindner den Bogen zu den gescheiterten Jamaika-Gesprächen, und verwies darauf, dass die FDP zum Gelingen von Jamaika „einer Transferunion hätte zustimmen müssen“. Jetzt könne man „die Diskussion im Bundestag anders mitbeeinflussen: Die Unionsfraktion hat in diesem Punkt de facto den Koalitionsvertrag mit der SPD gekündigt“. Wie eine neue Art Politik zu machen aussähe, habe uns eine neue Generation von Politikern in Holland und Frankreich in ihrem Umgang mit Populisten gezeigt. Die offene Bekenntnis z.B. von Macron zur eigenen Überzeugung, die hieß mehr Europa statt weniger, und die Bereitschaft, dafür zu kämpfen und die Öffentlichkeit mit Argumenten zu überzeugen statt der Position der Populisten nachzulaufen, sei ein wichtiger Teil des Erfolgsrezeptes gewesen. Leider bekomme man „an vielen Stellen im politischen Berlin eins übergebraten, wenn man sich mit seiner Meinung aus der Deckung traut“. Deshalb sei es für die neue Generation von Politikern, die für die Lösung der Herausforderungen gebraucht würden, wichtig „sich zu lösen von Angst; bereit zu sein, zu seiner Überzeugung zu stehen und ein stehendes Ziel abzugeben. Eigenständige Gedanken zu formulieren und nicht getrieben von Umfragen zu regieren. Bereit zu sein, im offenen Gespräch aus einer Minderheitsmeinung eine Mehrheitsmeinung zu machen.“

Die sich anschließende Diskussion mit den geladenen Unternehmerinnen verlief sehr interessant und wurde insbesondere im Hinblick auf den Abbruch der Jamaika-Gespräche auch kontrovers geführt. Christian Lindner hinterließ einen guten und sehr engagierten Eindruck, und schaffte es, mit seiner Argumentation zu überzeugen. Wie üblich beim CeU war es eine interessante, stilvolle und lebendige Veranstaltung in schöner Atmosphäre, die geprägt war von einem engagierten und intelligenten Austausch zwischen dem Referenten und den Ladies des Clubs.

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