In nahezu allen Branchen haben Frauen es schwerer als männliche Kollegen.
Mit dem in diesem Jahr zum vierten Mal verliehenen Award
CeU loves K❤️nst
werden bewusst Künstlerinnen gefördert und durch diesen Preis sichtbar gemacht.
Der Preis soll der prämierten Künstlerin öffentliche Wertschätzung entgegenbringen und anderen ein Ansporn sein, sowie gesellschaftliche, öffentlichkeitswirksame Akzente setzen. Er macht künstlerische Leistungen von Frauen sichtbar und fördert damit deren Bedeutung in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Von besonderer Bedeutung ist, dass dieser Preis der einzige Kunstpreis Deutschlands ist, der sich ausschließlich der Auszeichnung von Frauen bis 40 Jahren widmet.
Er macht künstlerische Leistungen von Frauen sichtbar und fördert damit deren Bedeutung in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Von besonderer Bedeutung ist, dass dieser Preis der einzige Kunstpreis Deutschlands ist, der sich ausschließlich der Auszeichnung von Frauen bis 40 Jahren widmet.
Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr drei Finalistinnen gekürt haben. Das ist uns nicht leichtgefallen, da über 200 hochkarätige Bewerbungen eingegangen sind. Unsere Jury hatte die schwierige Aufgabe, aus dieser Vielzahl äußerst talentierter Künstlerinnen eine Auswahl zu treffen. Dabei haben wir uns viele Gedanken gemacht und eine breite Palette an Kriterien berücksichtigt, um eine bestmögliche Beurteilung sicherzustellen.
Wir als CeU schätzen uns glücklich, für unseren Preis eine so großartige Jury zu haben, die sich dieser spannenden Aufgabe angenommen hat. Die Jury ist mit Mon Muellerschoen (Art Consultant), Petra Winter (Madame), Dominik G. Reiner (Area Vice President Mandarin Oriental), Alina Sophia Kerner-Schiess (AS Artmanagement), Janna-Lena Baierle (HISCOX), Nicoline Wöhrle (WALA Stiftung & Dr. Hauschka), Sophie Neuendorf (Artnet), Prof. Dr. Dirk Boll (Christies), Kirsten Roschlaub (Galeristin), Dr. Ingrid Lohaus (Galerie LOHAUS SOMINSKY), Prof. Dr. Jetta Frost (Vizepräsidentin Exzellenz Universität Hamburg), Dr. Michael Zoller (Curt Wills-Stiftung) und Kristina Tröger (CeU Präsidentin) hervorragend besetzt.
Portraits der Finalistinnen

Alejandra Caicedo / Verleihung 4. „CeU loves Kunst“-Award / Club europäischer Unternehmerinnen verleiht Preis an Künstlerinnen / Hotel Mandarin Oriental / München / 8. Juni 2026 / Foto: Frank Rollitz / ABR-Pictures
ALEJANDRA CAICEDO
Statement zur Nominierung:
„Ich möchte dem Club europäischer Unternehmerinnen herzlich für die Unterstützung meiner Arbeit und die Auswahl als Finalistin des CeU loves Kunst Awards danken. Als lateinamerikanische Künstlerin bedeutet mir diese Anerkennung sehr viel und ich werde sie immer als einen wichtigen Meilenstein in meiner künstlerischen Laufbahn in Erinnerung behalten.“
Ihre Arbeiten:
Alejandra Caicedo setzt sich in ihren Arbeiten mit Migration, Körper, Erinnerung und kultureller Identität auseinander und schafft vielschichtige Bildräume, die malerische Tradition mit zeitgenössischer Ikonografie verbinden. Die Künstlerin entwickelt großformatige Gemälde und Wandarbeiten, die unsere Wahrnehmung von Herkunft, Zugehörigkeit und Transformation herausfordern. Sie arbeitet häufig mit Öl auf Leinwand und greift auf Motive wie Muscheln, Smaragde, Früchte und alltägliche Gegenstände aus dem lateinamerikanischen Alltag zurück, um Bildräume zu schaffen, die zwischen zwei Welten oszillieren. Ihre Werke entstehen oft aus gelebter Erfahrung und beziehen sich subtil auf die Spannung zwischen kolumbianischer Herkunft und europäischem Kontext. Dabei interessiert sie besonders das Zusammenspiel von klassischer Kompositionsstruktur und zeitgenössischer Ikonografie – etwa wenn Plastikstühle aus lateinamerikanischen Pueblitos in den strengen Bildaufbau flämischer Ölmalerei einbrechen. Ihre Gemälde oszillieren zwischen verführerischer Paradiessymbolik und kritischer Tiefe und eröffnen neue Formen der emotionalen und politischen Auseinandersetzung mit Migration. Ausstellungen in Hamburg, München, Leipzig und Belgien sowie eine enge Verbindung zur urbanen Kunstszene prägen ihre künstlerische Praxis ebenso wie ihre theoretische Auseinandersetzung mit postkolonialen Denkern wie Homi K. Bhabha und Silvia Rivera Cusicanqui.
Kurzbiographie:
Alejandra Caicedo lebt und arbeitet in Hamburg. Sie wurde 1996 in Cali, Kolumbien geboren und schloss ihr Studium der Bildenden Künste an der Universidad del Valle mit dem B.F.A. ab. Anschließend absolvierte sie ihren M.F.A. an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK). Ihre Arbeiten wurden in Gruppenausstellungen in Hamburg, München, Leipzig und Belgien präsentiert. Für 2026 sind mehrere Einzelausstellungen geplant, darunter „Problemas en el Paraíso“ in der Gaby Vera Fine Arts Gallery sowie eine Präsentation mit der Galerie Tom Reichstein auf der Art Brussels. Dort wird ihre Arbeit „The Promise/La Promesa“ mit dem Discovery Acquisition Prize 2026 ausgezeichnet und in die ständige Sammlung des Musée d’Ixelles aufgenommen. Mehr Informationen unter alejandra-caicedo.com.

Namju Lee / Verleihung 4. „CeU loves Kunst“-Award / Club europäischer Unternehmerinnen verleiht Preis an Künstlerinnen / Hotel Mandarin Oriental / München / 8. Juni 2026 / Foto: Frank Rollitz / ABR-Pictures
NAMJU LEE
Statement zur Nominierung:
„Es erfüllt mich mit großer Freude und Dankbarkeit, Teil des diesjährigen CeU Kunst Awards zu sein. Für mich markiert diese Nominierung einen bedeutenden Moment auf meinem Weg, mich nach dem Studium als freischaffende Künstlerin zu etablieren. Diese Möglichkeit bedeutet mir sehr viel und bestärkt mich darin, meinen künstlerischen Weg mit Überzeugung weiterzugehen. Mein herzlicher Dank gilt dem Club der europäischen Unternehmerinnen für ihr wertvolles Engagement und die Förderung von Künstlerinnen.“
Ihre Arbeiten:
Namju Lee setzt sich in ihren Arbeiten mit Abwesenheit, Erinnerung und der Spannung zwischen digitaler und physischer Bildwelt auseinander und schafft vielschichtige Bildräume, die Malerei, Collage und Fotografie miteinander verbinden. Die Künstlerin entwickelt großformatige Gemälde, die unsere Wahrnehmung von Präsenz und Leere, von Körper und Raum herausfordern. Sie arbeitet mit transparent geschichteten Farbflächen, Holzkohlepulver und monochromen Auslöschungen, um Bildräume zu schaffen, die sich zwischen digitaler Anmutung und physischer Tiefe bewegen. Ihre Werke entstehen aus der Reibung zwischen Kontrolle und Zufall und beziehen sich konzeptuell auf den Chroma-Key-Effekt der Filmtechnik – monochrome Flächen wirken wie digitale Schwellen, die sichtbar machen und zugleich offen lassen. Dabei interessiert sie besonders das Zusammenspiel von physischer Geste und immaterieller Wirkung – etwa wenn transparente Schichtungen zu atmosphärischen Landschaften verdichten oder angedeutete Figuren als bloße Energieverdichtungen im Bildraum erscheinen. Ihre Gemälde oszillieren zwischen Erinnerung und Projektion, zwischen Entortung und Verortung, und eröffnen neue Formen der räumlichen und emotionalen Erfahrung. Migrationserfahrung sowie das Aufwachsen zwischen analogen und digitalen Bildwelten prägen ihre künstlerische Praxis ebenso wie internationale Ausstellungsbeteiligungen in Europa, Korea und Italien.
Kurzbiographie:
Namju Lee lebt und arbeitet in Dresden. Sie wurde 1992 in Busan, Korea geboren und studierte von 2010 bis 2014 an der Busan National Universität für plastische Kunst. 2018 begann sie ihr Studium der Bildenden Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Prof. Christian Macketanz, das sie 2025 abschloss; seither ist sie dort Meisterschülerin. Ihre Arbeiten wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland präsentiert, darunter „Fictions“ im Nodepressionroom München, „I wander all night“ im Kunstquartier Bethanien Berlin, „Floating through Fragments“ in der Galerie Drewes Hamburg sowie auf Ausstellungen in Rom, Gimpo (Südkorea) und Hannover. Sie erhielt das Hegenbarth Stipendium sowie das DNN-Kunstauktions-Stipendium der Bürgerstiftung Dresden und ist im Team der Galerie Stephanie Kelly Dresden. 2024 und 2025 erschienen Publikationen zu ihrer Arbeit, herausgegeben gemeinsam mit Jisu Kim. Mehr Informationen unter namjuli.com.

Charlie Stein / Verleihung 4. „CeU loves Kunst“-Award / Club europäischer Unternehmerinnen verleiht Preis an Künstlerinnen / Hotel Mandarin Oriental / München / 8. Juni 2026 / Foto: Frank Rollitz / ABR-Pictures
CHARLIE STEIN
Statement zur Nominierung:
„Ich bedanke mich für diese Auszeichnung, denn sie zeigt, dass meine künstlerische Arbeit gesellschaftliche Fragen sichtbar macht und Themen wie Gerechtigkeit und Freiheit ins Zentrum des Diskurses rücken kann. Gleichzeitig lebt Kunst für mich immer auch vom Rätselhaften und Magischen, von etwas, das sich nicht vollständig erklären lässt. Gerade in dieser Freiheit liegt ihre besondere Kraft Neues zu schaffen und die Bedingungen der Realität nicht nur abzubilden, sondern zu beeinflussen.“
Ihre Arbeiten:
Charlie Stein ist eine multidisziplinäre Künstlerin, Autorin und Kulturtheoretikerin, deren Werk sich an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst, Technologie und kritischer Theorie bewegt. In ihrer Praxis verbindet sie Malerei, Installation und theoretische Reflexion mit Einflüssen aus digitaler Kultur und Künstlicher Intelligenz. Daraus entstehen Arbeiten, die Intimität, Verkörperung und digitale Ästhetik in ein spannungsreiches Verhältnis setzen. Mit ihrem Hintergrund in Soziologie und Bildender Kunst untersucht Stein Übergänge, zwischen physischem und virtuellem Raum, zwischen Handwerk und Maschine sowie zwischen Individuum und systemischen Strukturen. Sie gehört damit zu den wichtigen Stimmen der zeitgenössischen Kunst, die den posthumanen Zustand nicht nur darstellen, sondern kritisch befragen.
Im Zentrum von Steins Werk steht die fragile Grenze zwischen verkörperter Präsenz und technologischer Illusion. Ihre Arbeiten kreisen um Figuren, die weder eindeutig menschlich noch vollständig künstlich sind. Diese Wesen existieren in einem Zustand der Schwebe, psychologisch wie materiell ambivalent und verweisen auf ein grundlegendes kulturelles Begehren: das Unbelebte zu beleben. Von mythischen Metallkörpern bis hin zu algorithmischen Doppelgängern der Gegenwart spannt Stein einen historischen Bogen, den sie mit zeitgenössischer Dringlichkeit auflädt.
Kurzbiographie:
Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin. Von 2007 bis 2010 studierte sie Malerei und Freie Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Gerhard Merz, bevor sie 2009 ihr Diplomstudium Freie Kunst an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart aufnahm, das sie 2014 abschloss. Parallel studierte sie Politikwissenschaft und Anglistik an der Universität Stuttgart sowie 2013 an der Tongji University in Shanghai. 2016/17 absolvierte sie ein postgraduales Studium im Weißenhof-Programm der AdBK Stuttgart als Meisterschülerin bei Prof. Christian Jankowski. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, darunter das DAAD-Stipendium Peking, das Karl-Schmidt-Rottluff Stipendium, das Stiftung Kunstfonds NEUSTART KULTUR-Stipendium sowie Residenzen an der Villa Aurora in Los Angeles, dem ISCP New York, der Painting Diary Residency Wien und der CCA Andratx auf Mallorca. Ihre Arbeiten werden in Einzel- und Gruppenausstellungen international präsentiert, unter anderem bei der Kristin Hjellegjerde Gallery in London, der Ethan Cohen Gallery in New York, bei Priska Pasquer in Köln und Paris sowie im Kunstverein Schorndorf. 2025 erschien ihre Arbeit in über 20 internationalen Publikationen. Mehr Informationen unter charliestein.com
















