Annette von Rantzau Schloss Rohlstorf, Kristina Tröger CeU-Präsidentin, Carsten Maschmeyer, Marietta Andreae PR

Auf Einladung von Präsidentin und Initiatorin des Club europäischer Unternehmerinnen e.V. (CeU), Kristina Tröger, kam Carsten Maschmeyer, Finanzunternehmer, Investor, Autor, Gründercoach und bekannter Juror aus der „Höhle der Löwen“, ins Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten zu einem One-on-one zum Thema „Welcher Weg führt einen Unternehmer in eine erfolgreiche Zukunft“.

Carsten Maschmeyer stellte den geladenen 130 Unternehmerinnen und Gästen seine Ansichten zum Unternehmertum und zu erfolgreichen Gründungen vor. Diese müssten vor allem über ein gutes Team verfügen. Wenn er die Wahl habe, würde er „lieber ein First class team mit einem nicht so guten Produkt“ haben, weil diese jedes Produkt besser machen könnten, als ein „First class Produkt mit einem nicht so guten Team“. Dabei verglich er die Bedeutung der Gründerteams mit der Lage bei Immobilien: Beide seien nicht zu ändern, aber entscheidend für die Werthaltigkeit.  An zweiter Stelle seiner Investitionskriterien stehe die Innovation des Produktes oder Geschäftsmodells. Und schließlich mache die Qualität der Ausführung den Erfolg einer Gründung aus. Genau dort greife Maschmeyer mit seinem Team ein. So unterstütze er die Teams insbesondere mit Know-how und Weiterbildung im Vertrieb als dem wichtigsten Bereich in dem Moment, in dem das Produkt und Geschäftsmodell fertig seien. Denn Maschmeyers Investitionsphilosophie laute „pay and support“ statt „pay and pray“, wie es bei vielen anderen der Fall sei. Im Hinblick auf die Rahmenbedingungen in Deutschland für das Gründen und das Unternehmertum, bedauerte Maschmeyer, dass wir „in Deutschland keine gute Scheiterkultur“ hätten. In den USA werde „das Scheitern regelrecht gefeiert“, weil es dazu beitrage, beim nächsten Mal Erfolg zu haben. In Deutschland werde man „abgestraft als dumm oder faul“. Und das sei insbesondere bei Gründungen grundfalsch, weil, auch wenn man weder dumm noch faul sei, immer etwas schiefgehen könne. Entsprechend suche auch „die Presse immer die Negativbeispiele“ heraus und stelle diese in den Vordergrund. Auch dies sei in den USA völlig anders. Dort würde die Presse vor allem „das Gute herausstellen“, auch wenn das Silicon Valley eigentlich eher „das Tal des Todes“ heißen müsste, weil dort „9 von 10 Unternehmensgründungen scheitern“. Insofern ist für Maschmeyer „Gründen und Unternehmertum eine Geisteshaltung“ und könne nicht durch Fördermittel entstehen. Trotzdem würde er sich wünschen, dass „in Deutschland berufliches Scheitern nicht mehr stigmatisiert wird“. Außerdem würde Maschmeyer es begrüßen, wenn junge Frauen in Deutschland stärker dazu ermuntert würden, in Führungspositionen zu gehen, sowie wenn in der Schule mehr nützliches Wissen verbreitet werden würde. Als Beispiele nannte er mehr aktuelle Ausbildung über Ernährung und Wirtschaft und weniger Vermittlung rein theoretischer Informationen oder toter Sprachen wie Latein.

Die sich anschließende Diskussion mit den geladenen Unternehmerinnen verlief sehr angenehm und anregend. Carsten Maschmeyer hinterließ einen sehr offenen, angenehmen und bodenständigen Eindruck. Wie beim CeU üblich, klang der Abend in stilvollem Ambiente mit angeregten Gesprächen über das Gehörte aus.

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