
Martina Buckenmaier RIANI, Petra Winter Chefredakteurin und Verlegerin MADAME u.a., Kristina Tröger CeU-Präsidentin
Auf Einladung von Club-Präsidentin und Initiatorin Kristina Tröger begrüßte der Club europäischer Unternehmerinnen Petra Winter, Publishing Director von „T: The New York Times Style Magazine Germany“, Chefredakteurin der Luxus- und Fashionmagazine „MADAME“ und „MONSIEUR“ sowie Gründungsmitglied des CeU, zu einem inspirierenden Abend im Hotel Vier Jahreszeiten.
Der Empfang fand bei wundervollem, herrlichem Sommerwetter auf der Dachterrasse des Hauses statt – ein stimmungsvoller Auftakt mit sommerlicher Leichtigkeit, angeregten Gesprächen und einer wundervollen Atmosphäre.
Petra Winter sorgte bei den zahlreich angereisten CeU-Unternehmerinnen und geladenen Gästen für große Begeisterung. In ihrem Vortrag „Torheit oder Traute? Der Launch von T: The New York Times Style Magazine Germany im aktuellen Medienumfeld“ gewährte sie nicht nur faszinierende Einblicke in die Entstehung einer neuen Medienmarke, sondern vor allem auch in ihre Überzeugung davon, wie sich die Markenwelt in den kommenden Jahren verändern wird.
Sinkende Printauflagen, die Dominanz digitaler Plattformen, Künstliche Intelligenz und ein grundlegend verändertes Mediennutzungsverhalten bilden ein Umfeld, in dem der Launch eines hochwertigen Printmagazins zunächst wagemutig, vielleicht sogar kühn erscheint. Doch Petra Winter machte deutlich, dass genau darin unternehmerische Gestaltungskraft liegen kann: Entwicklungen nicht erst dann zu erkennen, wenn sie offensichtlich geworden sind, sondern früher.
„Viele glauben, Unternehmertum bedeutet Risikobereitschaft. Nein. Es bedeutet, die Zukunft zu erkennen, bevor sie sichtbar wird und sie dann zu gestalten.“ Diese Haltung prägt auch ihre Entscheidung, Beautiful Minds Media zu gründen und neben der digitalen Markenwelt bewusst auf hochwertige Printprodukte zu setzen.
Dabei geht es für Petra Winter längst nicht mehr allein um die Gründung oder Weiterentwicklung einzelner Zeitschriften. Mit Beautiful Minds Media entsteht vielmehr eine moderne, kuratierte Medienwelt, die Print, Digital, Kultur, Stil, Haltung, Inspiration und persönliche Begegnung miteinander verbindet. Das Magazin wird damit zum physischen Manifest einer größeren Idee, einer Plattform, die Menschen nicht nur informiert oder inspiriert, sondern ihnen einen Raum gibt, mit dem sie sich identifizieren können.
Besonders eindrucksvoll waren Petra Winters Gedanken zur Zukunft starker Marken. Die wichtigsten Marken der kommenden Jahre, so ihre Überzeugung, werden sich nicht allein über Produkte, Reichweite oder Bekanntheit definieren. Entscheidend werden Vertrauen und Identität sein – und die Fähigkeit einer Marke, Menschen das Gefühl von Zugehörigkeit zu vermitteln.
In einer Welt, in der Menschen zwar digital stärker miteinander vernetzt sind als je zuvor, zugleich aber Einsamkeit und das Bedürfnis nach echter Gemeinschaft zunehmen, gewinnt Zugehörigkeit einen vollkommen neuen Wert. Marken können in diesem Umfeld zu verbindenden Orten werden. Ihre zentrale Aufgabe lautet deshalb nicht mehr nur: Was verkaufen wir? Sondern vielmehr: Wie schaffen wir einen Ort, zu dem Menschen gehören wollen?
Damit verändert sich auch die Bedeutung einer Marke selbst. Ihr Wert entsteht zunehmend durch die Community, die sich um sie bildet, durch gemeinsame Werte und Überzeugungen und durch das Gefühl, Teil von etwas zu sein. Erfolgreiche Marken verkaufen in Zukunft nicht nur ein Produkt oder eine Dienstleistung. Sie stiften Identität, Haltung und Gemeinschaft.
Diese Entwicklung gilt nach Winters Überzeugung in besonderem Maße für Medien. Gerade angesichts einer immer größeren Informationsflut, algorithmisch erzeugter Inhalte und der rasanten Entwicklung Künstlicher Intelligenz werden menschliche Perspektive, glaubwürdige Einordnung und kuratorische Qualität wertvoller denn je. Wo Informationen nahezu unbegrenzt verfügbar sind, werden Vertrauen, Auswahl und Haltung zum eigentlichen Luxus.
Genau hier positioniert sich Beautiful Minds Media. Es geht nicht darum, Print gegen Digital auszuspielen. Vielmehr entsteht eine Markenwelt, in der unterschiedliche Medienformen ineinandergreifen und in deren Mittelpunkt immer der Mensch und die Community stehen. Die Zukunft erfolgreicher Medien liegt damit nicht allein in maximaler Reichweite, sondern in Relevanz, Vertrauen, Qualität, Identifikation und Zugehörigkeit.
Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich eine lebendige Diskussion mit Kristina Tröger und den Gästen über Unternehmertum, Medienwandel, weibliche Sichtbarkeit, Markenführung und den Aufbau starker Communities. Petra Winter sprach offen über unternehmerische Entscheidungen, über das Spannungsfeld zwischen vermeintlichem Risiko und erkannter Chance und darüber, wie wichtig es ist, Entwicklungen zu antizipieren, bevor sie für alle sichtbar werden.
So wurde an diesem Abend einmal mehr deutlich: Unternehmertum ist nicht die Kunst, Risiken um jeden Preis zu vermeiden oder sie um ihrer selbst willen einzugehen. Unternehmertum bedeutet, gesellschaftliche Veränderungen früh wahrzunehmen, daraus eine Überzeugung zu entwickeln und den Mut zu haben, die daraus entstehende Zukunft aktiv zu gestalten.
Ein wundervoller Abend mit einer beeindruckenden Medienmacherin und Unternehmerin, die zeigt, wie aus Haltung, Weitsicht und unternehmerischem Gespür nicht nur neue Medienmarken entstehen können, sondern Gemeinschaften, zu denen Menschen gehören wollen.
















