Christiane Goetz-Weimer Weimer Media, Prof.Dr. Angelika Niebler Europa-Abgeordnete, Kristina Tröger CeU-Präsidentin, Jürgen Müller Bethmann-Bank

Auf Einladung von Kristina Tröger, Initiatorin und Präsidentin des Club europäischer Unternehmerinnen e.V. (CeU), kam Prof. Dr. Angelika Niebler, Mitglied des Europäischen Parlaments, Vorsitzende der CSU-Europagruppe sowie stellv. Parteivorsitzende der CSU, zu einem CeU-Lunch Talk der bayerischen CeU-Repräsentanz in die Bethmann Bank AG in München.

In ihrer Begrüßung betonte Kristina Tröger, dass der Club europäischer Unternehmerinnen das Europa nicht nur im Namen, sondern auch im Herzen trägt, und dass die Diskussion und das Nachdenken über Europa für den Club eine wesentliche Rolle spielen. Prof. Niebler zeigte sich sehr glücklich darüber, dass es den Club europäischer Unternehmerinnen gibt, da dieser zwei wichtige Themen ihres Lebens verbindet: Zum einen ist die Honorarprofessorin für BWL seit 20 Jahren Europaabgeordnete und zum anderen auch langjähriges Mitglied der Frauenunion, und hat sich in dieser Funktion immer für Frauen engagiert.

Der Talk startete mit einem Impulsvortrag von Prof. Niebler zum Thema „Aktueller Blick nach Brüssel: Hier spielt die (Wirtschafts-)Politik!“. Dabei schilderte sie ihre vielfältigen Aufgaben im Europäischen Parlament und zeichnete auch die Herausforderungen auf, vor denen sie als Politikerin steht. So ist es schwer, konstant an einer bestimmten Agenda zu arbeiten, da insbesondere in den letzten Jahren immer wieder Themen akut wurden, um die man sich dringend kümmern muss, und die viel Aufmerksamkeit binden. Explizit nannte Prof. Niebler als Beispiel die Flüchtlingskrise aber auch die Situation in Griechenland. So hat man von Jahr zu Jahr neue Aufgaben, die eigentlich nicht auf der Agenda stehen. Dazu kommt die Herausforderung, z.B. im Bereich der Wirtschaftspolitik, vor politischen Entscheidungsfindungen eine umfassende Situationsanalyse durchzuführen, wozu auch der Austausch mit der Vielzahl von Lobbyisten gehört, die in Brüssel tätig sind. Und natürlich steht Europa oft in der Kritik, aber nach ihrer langjährigen Erfahrung gibt es kein geeigneteres Forum mit den Problemen der Gegenwart fertig zu werden. Europa ist auch essentiell um international gegen China und Amerika bestehen zu können, wobei Amerika nach ihrer Meinung trotz der Uneinschätzbarkeit Trumps immer noch und auch in Zukunft ein wichtiger Partner ist und bleiben wird.

Der sich anschließende Talk mit den geladenen Unternehmerinnen wurde allseits sehr engagiert geführt. Klar wurde dabei, dass für alle Beteiligten übergeordnete Themen wie die Flüchtlingskrise und europäische Lösungsansätze eine große Bedeutung haben. Schnell kam dabei die Diskussion auch auf nationale Themen. Prof. Niebler zeigte sich betroffen von dem kürzlich in Bayern stattfindenden Protest gegen die CSU-Politik und dem Vorwurf des rechtsnationalen Gebarens. Sie verwies dabei auf ihre Sorge vor dem Erstarken tatsächlich rechtsnationaler Gruppierungen wie der von Marine Le Pen im Europäischen Parlament, die in den letzten Jahren, auch im Zuge der Flüchtlingskrise, erheblich an Zulauf erhalten haben. Im Anschluss zeigten sich die Teilnehmerinnen begeistert von der engagierten Diskussion und ließen den Talk bei asiatischen Köstlichkeiten und im Gespräch miteinander genussvoll ausklingen.

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