Alexandra von Rehlingen SvR PR, Dirk Steffens Wissenschaftsjournalist und Autor u.a. Terra X, Kristina Tröger CeU-Präsidentin

Artensterben, Nachhaltigkeit und Klimawandel im „Living Planet Report“ waren das Thema einer inspirierenden Veranstaltung des Clubs europäischer Unternehmerinnen e. V. (CeU) im Hotel Vier Jahreszeiten!

Auf Einladung von Kristina Tröger, Initiatorin und Präsidentin CeU, kam einer der absoluten Vorzeigejournalisten des deutschen Fernsehens, „Terra X“-Moderator Dirk Steffens. Der erfolgreiche Wissenschaftsjournalist und Buchautor sprach vor den geladenen Damen zu seinem Herzensthema, unserer Umwelt. Seit Jahren engagiert er sich ganz praktisch und unmittelbar dafür, sei es nun in seinen zahlreichen TV-Formaten oder durch vielfaches ehrenamtliches Engagement, ob als WWF oder UN-Dekade-Botschafter, und auch im Rahmen seiner eigenen Stiftung BIODIVERSITY FOUNDATION.

Faszinierend war, dass Steffens als größte Gefahr für die Umwelt nicht den Klimawandel definierte, sondern das Artensterben. Was wir nach Steffens Aussage derzeit erleben, ist ein Massenaussterben wie es das zum letzten Mal vor 66 Millionen Jahren gab, als ein Asteroideneinschlag 76% aller Tier- und Pflanzenarten vernichtete. Eine Fokussierung auf die „Bewältigung der Klimakrise“ sei „nicht das, was uns rettet“, denn die Klimakrise bestimme „wie wir leben“. Ohne Biodiversität jedoch „kann es keinen Menschen auf der Welt geben“, die Verhinderung des Artensterbens entscheide entsprechend darüber „ob wir leben“. Steffens belegte seine Aussage mit vielen wissenschaftlichen Erkenntnissen, und führte auch einen Weg aus dieser Krise auf: Die Weltgemeinschaft müsse „30% der Landfläche und 30% der Wasserfläche“ unter Naturschutz stellen, um der Natur die Chance zu geben, das für uns Menschen überlebensnotwendige und technologisch nicht nachbaubare System der Natur erhalten. Er warnte auch davor, vermeintlich einfach Antworten auf komplexe Probleme finden zu wollen, da diese oft schwerwiegende Folgen hätten, an die man nicht sofort gedacht hätte: So brachte er als Beispiel die Corona-Krise, in deren Zuge Flugreisen zu touristischen Zielen bei Wildreservaten nahezu vollständig zum Erliegen kamen. Viele Klimaaktivisten hätten sich über den dadurch reduzierten CO2 Ausstoß gefreut. Für den Artenschutz habe dies jedoch katastrophale Folgen gehabt. Da der Tourismus in diesen Regionen zum Erliegen kam, seien viele Schutzprogramme eingestellt worden, wodurch Ranger arbeitslos und zu Wilderern wurden. Die Anzahl der gewilderten Tiere sei entsprechend sprunghaft angestiegen.

Die Ladies des Clubs waren beeindruckt von den Ausführungen von Dirk Steffens, der es in seinem Vortrag schaffte, sowohl den Intellekt als auch die Emotionen der Zuhörer einzubinden: ein inspirierender Vortrag zu einem überlebenswichtigen und deutlich unterschätzten Thema!

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