Prof. Stefan Behringer – Nordakademie, Gunnar Geyer -COH, Prof. Annette Kleinfeld- COH, Kristina Tröger Ceu-Präsidentin, Prof. Dr. Thomas Straubhaar COH

„Erfolg mit Anstand“ ist das Motto, unter dem die Stiftung – CLUB OF HAMBURG (COH) gegründet wurde. Ihr Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte und in der Unternehmenspraxis anwendbare Erkenntnisse zu erarbeiten, um wirtschaftlichen Erfolg mit ethischem Fortschritt zu verknüpfen.

Da wir diese Grundüberzeugung teilen, sind wir als Club europäischer Unternehmerinnen e.V. (CeU)  bereits im Mai 2016 mit der Stiftung eine Kooperation eingegangen. In Kooperation mit dem COH haben wir eine Gemeinschaftsveranstaltung zum Thema „Business Excellence und Unternehmensverantwortung: Die Bewertung von Humankapital im 21. Jahrhundert“ durchgeführt. Prof. Dr. Thomas Straubhaar, einer der Gründungsstifter des COH und früherer Chef des renommierten HWWA, hielt für die geladenen Unternehmerinnen, darunter viele CeU-Mitglieder, und Unternehmer einen Vortrag zu dem Thema, dem sich eine interaktive Fish Bowl Diskussion u.a. mit CeU-Initiatorin und Präsidentin Kristina Tröger anschloss.

Im Mittelpunkt des Abends stand die Diskussion darüber, dass sich für die Unternehmen in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts nicht nur neue Herausforderungen, sondern auch große Chancen ergeben. Stärker als in der Vergangenheit, als „harte“ Faktoren wie Größe, Profitabilität und Internationalität die Attraktivität eines Unternehmens für die MitarbeiterInnen bestimmten, werden in Zukunft eher „weiche“ Kriterien wie Sinnhaftigkeit der Arbeit, Empathie und Verständnis für die aktuelle Lebenssituation bei der Wahl des Arbeitgebers wichtiger.
Diese Kriterien sind von der Unternehmensgröße unabhängig. War Sachkapital das Elixier der Industrialisierung, wird das Humankapital, also das Wissen und Können der MitarbeiterInnen, in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts zum Maß aller Dinge. Neben die allgemeine Reputation eines Unternehmens als verlässlicher Partner für Investoren, Kreditgeber, Lieferanten und Kunden tritt seine spezielle Reputation als attraktiver Arbeitgeber. Und beides zusammen wird gleichermaßen den Unternehmenswert bestimmen.
MitarbeiterInnen werden also zunehmend zum strategischen Erfolgsfaktor eines Unternehmens. In Unternehmensbewertungen und Risikoanalysen spielt die Qualität der MitarbeiterInnen jedoch kaum eine Rolle. Während Finanz- und Sachkapital bewertet werden, bleiben die Qualität der MitarbeiterInnen und deren langfristige Sicherung bei der Ermittlung des Unternehmenswertes unberücksichtigt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach einer Neubewertung von Humankapital, die im Plenum kontrovers diskutiert wurde.

Mit Getränken und kleinen Köstlichkeiten klang der anregende Abend zu einem Thema aus, das von seiner Bedeutung her mehrere Abende füllen könnte. Alle Anwesenden waren sich einig, dass dies eine sehr gelungene Kooperationsveranstaltung war und viele Ansatzpunkte zur Diskussion lieferte.

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