Anita Freitag-Meyer, Christiane Peters, Dr. Dieter Zetsche, Kristina Tröger, Christiane Goetz-Weimer und Katarzyna Mol-Wolf

Anita Freitag-Meyer, Christiane Peters, Dr. Dieter Zetsche, Kristina Tröger, Christiane Goetz-Weimer und Katarzyna Mol-Wolf

 

Auf Einladung von Kristina Tröger, Präsidentin des Clubs europäischer Unternehmerinnen e. V. (CeU), kamen über 150 Unternehmerinnen und Gäste ins Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten um einen der bedeutendsten Konzernchefs unserer Zeit zu treffen.

Dr. Dieter Zetsche, Vorstandschef von Daimler Benz, sprach zum Thema „Die zweite Erfindung des Automobils“. Im Hinblick auf den technologischen Wandel in der Automobilindustrie machte Zetsche deutlich, dass sein Unternehmen als Erfinder des Automobils den Anspruch hat, auch bei seiner Neuerfindung führend zu sein. Und trotz der Platzierung als Nummer 1 der Automobilhersteller im Premiumsegment, hält er ein „Weiter so“ für nicht nachhaltig.

In Zetsches Worten: „Wäre es anders, dann hätten Daimler und Benz nicht das Auto erfunden, sondern das Pferd optimiert.“ Entsprechend ernst nahm er auch die neuen Wettbewerber auf dem Automobilmarkt. Daimler habe zwar einen klaren Vorsprung im Automobilgeschäft, aber noch sei es nicht klar, ob dies Fluch oder Segen sei. In vielen Bereichen strebe Daimler intuitiv nach Perfektion. Dies könne ein Widerspruch sein zu Gründer- und Unternehmergeist mit mehr Tempo und Risikobereitschaft. Die große Herausforderung sei deshalb für einen etablierten Autobauer wie sein Unternehmen beides miteinander zu verbinden und das Beste daraus zu machen. Deshalb arbeite Daimler mit großer Zielstrebigkeit und einer Fülle an Maßnahmen daran, den Unternehmergeist im Konzern zu stärken. Ein weiteres wichtiges Ziel sei es, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Ein Unternehmen wie Daimler wolle die besten Köpfe haben, und dabei auf Frauen nicht verzichten. Deshalb würden seit nunmehr 10 Jahren konkrete Maßnahmen zur nachhaltigen Frauenförderung durchgeführt, die den Frauenanteil in Führungspositionen auf 17% und den Anteil von Frauen im Vorstand auf 25% erhöht hätten. Und schließlich sei die Stärkung Europas und eine ganzheitliche Vorgehensweise sehr wichtig. Wirksamster Garant für Wohlstand seien ökonomischer Erfolg und freie Märkte, und das ginge ohne die EU nicht. Bei der anschließenden Diskussion mit den Zuhörern wurde viele Themen wie die Zukunft der Elektromobilität, Klimabilanz der Batterieproduktion, Kundenbedürfnisse, neue Mobilitätskonzepte, Bedeutung von Dieselfahrzeugen fürs Klima, politisch-regulatorische Vorgaben, Kulturwandel im Konzern, aber auch der Abgasskandal und die öffentliche Diskussion darum besprochen.

Die anwesenden Ladies, aber auch die zahlreichen Herren, die der Einladung von Kristina Tröger gefolgt waren, erlebten einen souveränen Unternehmenslenker, der sich nicht davor scheute, auch kritische Themen offen und gleichzeitig selbstbewusst zu thematisieren. Der langanhaltende Applaus, den er erhielt, zeigte, dass er die geladenen Mitglieder und Gäste des Clubs von sich überzeugen konnte.

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