Kristina Tröger, Angela Titzrath und Dr. Angelika Dammann

Kristina Tröger, Angela Titzrath und Dr. Angelika Dammann

Eine der wichtigsten Logistikmanagerinnen Europas und gleichzeitig die „Erste Frau im Hamburger Hafen“ Angela Titzrath, Vorstandsvorsitzende der HHLA, kam auf Einladung der Präsidentin Kristina Tröger für den Club europäischer Unternehmerinnen (CeU) zum Dialog in das Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten.

Sie hatte sich den Club europäischer Unternehmerinnen auserkoren, um ihren ersten öffentlichen Vortrag in Hamburg zu halten, und sprach zum Thema „Europa – noch ein stabiler Hafen?“ Kenntnisreich und mitreißend ließ Angela Titzrath Unternehmerinnen und Gäste an ihren umsichtigen Ansichten zur politischen Situation in Europa, der Wichtigkeit Europas für Deutschland und den Hamburger Hafen, aber auch an ihren geschäftlichen Erwartungen bzgl. der weiteren Branchenentwicklung sowie der Wettbewerbssituation des Hamburger Hafens teilhaben.

Die Vorstandsvorsitzende des größten Arbeitgebers im Hamburger Hafen bekannte sich zum Standort, und unterstrich die Wettbewerbsvorteile, die sich aus der bestehenden hervorragenden Hinterlandanbindung ergäben. Dennoch wies sie darauf hin, dass Hamburg in dem sich zunehmend verschärfenden Wettbewerb der europäischen Seehäfen inzwischen einen schweren Stand habe. Das sich über 15 Jahre hinziehende Verfahren zur Fahrrinnenanpassung der Elbe, die sich weiterhin verzögert, hat nach ihrer Überzeugung die Wettbewerbsfähigkeit Hamburgs massiv verschlechtert.  Titzrath warnte eindringlich davor, diese weiter hinauszuzögern, denn die Fahrrinnenanpassung sei nicht nur eine notwendige Bedingung für Hamburg, sondern für den Standort Deutschland insgesamt. Insgesamt wunderte sich Titzrath, die seit Eintritt in die HHLA in Hamburg wohnt, darüber, wie wenig Unterstützer der Hafen zuweilen habe. Sie warnte eindringlich davor, die Bedeutung der Hafenwirtschaft für den Wohlstand Hamburgs zu vergessen. Auch die nationale Energie- und Steuerpolitik führe dazu, dass der Hafen im internationalen Wettbewerb unter erheblichen Nachteilen zu leiden habe. Diesbzgl. setzte sie sich für eine Harmonisierung der Regeln in Europa ein, und unterstrich auch die Bedeutung Europas für politische Stabilität in  Europa und Wirtschaftswachstum gerade in einer Hafen- und Handelsstadt wie Hamburg. Titzrath bekannte sich dazu eine „glühende Europäerin“ zu sein und befürwortete eine stärkere europäische Integration, damit Europa auch auf Sicht ein stabiler Hafen bliebe.

Angela Titzrath hinterließ beim beeindruckten Publikum einen souveränen, versierten und authentischen Eindruck, und das sichere Gefühl, dass sich die HHLA tatsächlich in sehr guten Händen befindet. Der Abend klang wie beim CeU üblich in gelöster Stimmung und angeregten Gesprächen über das Gehörte aus.

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