Patricia Riekel (BUNTE) und Kristina Tröger (CeU-Präsidentin)

An einer der schönsten Stellen der Alster und bei hochsommerlichen Temperaturen wurde ein rauschendes Sommerfest gefeiert: Auf Einladung von Kristina Tröger, Präsidentin des Clubs europäischer Unternehmerinnen e.V. (CeU) kamen über 140 Unternehmerinnen zum 3. CeU-Sommerfest ins Ristorante Portonovo am Alsterufer.

Wie beim CeU üblich, wurde nicht nur in fröhlicher Stimmung gefeiert, sondern auch einem interessanten Vortrag gelauscht. Diesjähriger Gast war Patricia Riekel, Journalistin und langjährige Chefredakteurin BUNTE sowie Vorstandsvorsitzende TRIBUTE TO BAMBI-Stiftung. Sie nutzte ihre Dinnerspeech mit dem Titel „Die BUNTE Gesellschaft – und wie sie sich in den letzten 30 Jahren verändert hat“ dafür, um den Ladies auf ihre ganz eigene, humorvolle und anschauliche, Art viele Erfahrungen und Erlebnisse aus ihrer langjährigen beruflichen Laufbahn zu vermitteln.

Sie zeichnete dabei anschaulich anhand von Beispielen nach, wie sich nach ihren Worten der „Drang, sich zu inszenieren und Aufmerksamkeit zu bekommen“ ins Unendliche vergrößert hat. Dies betrifft sowohl die allgemeine Gesellschaft als auch Politiker, bei denen insbesondere der Umzug nach Berlin für eine größere Öffentlichkeit und eine größere Gesprächigkeit gesorgt hatte. Sinnbildlich dafür stehen der Medienkanzler Gerhard Schröder in seinen Brioni-Anzügen und seine Ex-Frau Hillu, Rudolf Scharpings Poolfotos oder Oscar Lafontaines Beziehung zu Christa Müller. Heute ist es jedoch für jeden „viel einfacher und schneller möglich, prominent zu werden“. Riekel verwies dabei auf die Generation der Blogger und Influencer. Umso wichtiger ist es nach Meinung von Riekel, dass es „Zeitschriften wie BUNTE oder Gala gibt, die die Gesellschaft kontrollieren und einordnen. Klatsch sagt, wie die Gesellschaft funktioniert, wer wieso aufsteigt und wo wir hingehören.“ Und: Oft wird von Prominenten übersehen, dass „der Pakt, den man mit einer Illustrierten schließt, auch ein Pakt mit dem Teufel ist“. Viele Prominente wollen nur die Sonnenseiten zeigen, aber wenn die Schattenseiten kommen, „kann man sich dann nicht einfach zurückziehen“. Patricia Riekels eigene Richtschnur im Hinblick auf die Veröffentlichungen , die sie vornahm, war immer: „ Würde ich das aushalten, wenn das über mich veröffentlicht wird“ und „Ist das wirklich wahr?“. Und in manchen Fällen galt dann auch folgende Erkenntnis: „Verschwiegenheit ist eine der wichtigsten Eigenschaften, die Journalisten auf dem Boulevard haben müssen.“

Die anwesenden Ladys erlebten eine Frau, die mit sich im reinen ist. Und in Patricia Riekels eigenen Worten: „Das Wichtigste in der Gesellschaft ist das Placement“. Deshalb wird das Buch, das Patricia Riekel jetzt schreiben will auch den Titel „Die Sitzordnung ändert sich“ haben. Ihr aktueller Status, den Patricia Riekel jetzt hat, nachdem sie die Chefredaktion abgab, beschreibt sie mit „der schönste im Leben“. „Das Leben außerhalb der BUNTE ist großartig, weil von außen betrachtet alles ein großes Spiel ist“, sie „schwebt über den Dingen“.

Immer wieder lachten und klatschten die anwesenden Ladys während des Vortrages, weil viele sich an die Situationen und Szenen, die Patricia Riekel beschrieb, erinnerten. Wie beim CeU üblich, ließen die Unternehmerinnen den begeisternden Abend mit angeregten Gesprächen und in schöner Atmosphäre ausklingen.

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